Montag, 22. Februar 2016

DIY: Geknüpfte Statementkette

Biii, was ein Schmuddelwetter. An solch einem Montag möchte man doch nichts anderes tun, als sich dick in Bettdecken eingehüllt im Bett zu verkriechen, ein gutes Buch lesen (bei mir ist es zur Zeit Gone Girl) und dabei frisches Mikrowellenpopcorn in sich hin hineinstopfen. Leider riss mich mein Wecker aus meiner Montagsträumerei und befahl mir, mich auf den Weg gen Arbeit anzutreten. *I was not amused* 

Um euch zu therapiert und der Montagsdepression den Kampf anzusagen, habe ich – in weiser Voraussicht – bereits am Wochenende ein wunderschönes DIY für euch vorbereitet. Ja, da war es leider bereits absehbar, dass der heutige Tag NICHT mein absoluter Lieblingstag wird. Wer hat denn bitte diesen Nieselregen bestellt? Zurück zum Thema. Was macht Mädchen glücklicher als Schmuck? Hochwertiger Schmuck den sonst niemand besitzt und darüber hinaus auch noch in Nullkommanix selbstgebastelt ist. Ein „WAAAAS? Das hast DUUU gemacht“ ist da miteingeplant. Und das alles auch noch zu einem Spottpreis.

Alles was ihr hierfür braucht sind 4 Meter Lederband und eine ordentliche Portion goldene oder silberne Unterlegscheiben – im Baumarkt bekommt man die schon für ein paar Euro. Nun viertelt ihr das Lederarmband und beginnt zu knüpfen. Je nachdem, wie lang eure Kette sein soll, beginnt ihr nach ein paar Knoten bzw. geknoteten Zentimetern damit, die Unterlegscheiben einzuarbeiten. Immer schön darauf achten, dass die Unterlegscheiben gleichmäßig an eurer geknoteten Kette verteilt werden und stets im gleichen Abstand angebracht werden. Wie immer sagen Bilder mehr als 1000 Worte und somit folgt die Anleitung dieses Mal visuell. Am Ende der Kette habe ich noch einen dicken Kettenverschluss angebracht und schon war das Meisterwerk ausgehfertig.
Ich finde die Kette kann sich absolut sehen lassen und sieht absolut nicht gebastelt aus. Probiert es aus und bastelt euch eure eigene Statement-Kette. 

Freitag, 19. Februar 2016

DIY: Kuschleturntable

Dieses Wochenende war mal wieder Umdekorieren angesagt. Da das Budget nicht all zu groß und die Zeit nur knapp bemessen war, haben wir nach einer günstigen Deko-Idee mit möglichst wenig Aufwand und maximaler Wirkung gesucht. In puncto Wohnzimmer gibt es da eine Geheimwaffe, die immer funktioniert: Kauft euch neue Kissen! Mit nur wenigen Handgriffen habt ihr das Raumgefühl komplett verändert und ein paar frische und moderne Farben in eure Wohnung geholt. Klar, Kissenbezüge können schweineteuer sein. Hallo, 80 € für einen Kissenbezug - was ist denn da falsch gelaufen? Befindet sich in dem Inlett noch ein Goldbarren oder hat Karl Lagerfeld himself ein Nickerchen auf diesem besagten Kuschlkissen gehalten? Manchmal kann man die Preise der namhaften Möbel- und Dekoläden nicht wirklich nachvollziehen. Insbesondere wenn man weiß, wie unfassbar einfach es ist einen Kissenbezug zu nähen. Drei Nähte und vier Knöpfe bzw. einen Reißverschluss oder einen schnöden Hotelverschluss später, und schon ist der Bezug fertig. Unsere nicht repräsentative Schätzung: Ihr braucht nicht mehr als 20 Minuten eurer Zeit und 20 € Materialwert (für ein wirklich wunderschönen und ausgefallenen Dekostoff).

Wir haben noch einen drauf gesetzt und haben nicht nur ein Kissen, sondern einen eigenen Kuschelturntable genäht. Hierfür braucht ihr ein längliches Kisseninlett (ca. 40x80 cm), 1 Meter Stoff, 30x30 cm schwarzen Samt und einen schwarzen Stoffmalstift.

Zunächst haben wir den Kissenbezug mit einem Hotelverschluss und einem Stehsaum genäht. Keine Angst, das ist wirklich super easy!

Messt die Breite und Höhe eures Kissens aus und notiere euch die Maße. Wichtig: für euer Turntablekissen braucht ihr ein längliches, schmales Kissen. Für den Zuschnitt müsst ihr nun folgende Maße berechnen. Für die Höhe: die Höhe des Kissens + 2x5cm Stehsaum + 2x1 cm Nahtzugabe und für die Breite: 2x die Breite des Kissens + 2x5 cm Stehsaum + 2x1 cm Nahtzugabe + min. 20 cm Innenlasche. Um ein exakt rechteckiges Schnittteil zu bekommen, nehmt euch ein Geodreieck oder einen Schneiderwinkel zur Hilfe.


Die kurzen Seiten müsst ihr säumen. Nun legt ihr das lange Stück übereinander, so dass zusätzlich zur Kissenlänge noch 5 cm an der Faltkante überstehen. Nun müsste der äußere Saum mit der Nahtseite nach oben liegen. Den restlichen Stoff darüber falten. Hier müssen ebenfalls 5 cm Abstand mit einberechnet werden. Anschließend die beiden Kanten mit einer Overlockmaschine oder schmal eingestelltem Zickzackstich abketteln und wenden. Nun ringsum einen Rand von 5 cm abmessen und mit Stecknadeln fixieren und noch einmal mit der Maschine absteppen. Natürlich müsst ihr die Öffnung aussparen. 

Eine sehr sehr gute Anleitung haben wir auf dem wundervollen Blog mx|living gefunden *HIER*. Ihr werdet merken, auch wir haben diese Anleitung ausführlich studiert und in weiten Teilen gemopst. 
Jetzt muss noch der Turntable gebastelt werden. Hierfür müsst ihr zunächst die Schallplatte aus dem Samtstoff ausschneiden und mit der Hand auf das Kissen steppen. Wir haben die Platte ringsum eingeschnitten und den Stoff 1 cm eingeschlagen. somit habt ihr eine saubere Kante. Zu guter Letzt müsst ihr die restlichen Schaltknüppel und Regler mit dem Stoffmalstift aufzeichnen und schon ist euer Kuschleturntable fertig. 

Wir wünschen euch einen kuschelig warmen Winter (ist ja nicht mehr lange)
und ein wunderschönes Wochenende,

Samstag, 13. Februar 2016

Goodie: I Love you more than Pizza

Freunde nur noch einmal schlafen, dann zelebrieren die verliebten Turteltäubchen unter uns wieder ihren liebsten Feiertag. Juchhee! Morgen heißt es dann wieder „liebst du mich etwa nicht?“, wenn der Liebste mal wieder keine Pralinen oder Blumen besorgt hat. Denn wir alle wissen ganz genau: Es ist wahre Liebe – wenn genügend Geschenke im Spiel sind. Würg! Jedes Jahr muss man sich aufs Neue mit dem Thema Valentinstag auseinandersetzen und wie in jedem Jahr sind wir von dieser künstlichen Gefühlsduselei mehr als genervt. Herzen, Romantik und Rosen, wo das Auge hinsieht. Brauchen die Valentis-Hardliner wirklich einen Anlass, um den oder die Angebetete mit rosaroten Nettigkeiten zu beeindrucken?? Muss man wirklich zum wiederholten Male eine Diskussion vom Zaun brechen, in der wir über die perfiden Machenschaften der Blumenindustrie reden? Der Teufel steckt in des Roses Kern. ;)

Künstlicher Feiertag, Erfindung der Blumenindustrie hin oder her: Wir entziehen uns diesem Valentinstralala und kredenzen euch romantisch anmutende Etiketten die ihr IMMER und in jeder Lebenslage verwenden könnt und sollt. You are my one and only for that special day – nicht mit uns. Mit diesen free Printables könnt ihr euren Liebsten zu jederzeit eine kleine lustig-romantische Überraschung machen. Bei uns gab es - 3 Tage vor dem Fest der Liebe - Holländische Lakritze.
Unsere Vorlage haben wir auf ein standard 2x4 Etiketten gedruckt (HIER ein Beispiel) und schon konnte das freudige Bekleben losgehen. Einfaches Papier und ein Pritt-Stift reichen aber auch aus. Und mit nur einen Klick habt ihr auch schon unsere Etiketten heruntergeladen.

https://drive.google.com/file/d/0Bz684Rz6PkRybGhxcnlwZm94ZlE/view?usp=sharing
Angefixt von unseren Etiketten-Wahn und der romantisch Atmosphäre auf unserm Laptop, haben wir uns dann doch in die Küche gestellt und aus der letzten Ecke die Herzchen-Backform für Pfannekuchen herausgesucht. Jajaja, was interessiert mich mein Geschwätz vom letzten Absatz. Unfassbar - wir hätten nie gedacht, dass diese Form nochmal eingesetzt wird. Und ihr werdet es kaum glauben: Die Herz-Pfannekuchen schmecken ganz anders, als die gewöhnlichen runden Lappen. Natürlich NICHT!

Für unsere American Pancakes haben wir 3 Eigelbe, 1/2 Liter Buttermilch, 250 gr. Weizenmehl, 1 TL Natron, 60 gr. zerlassene Butter und 1 EL Zucker schaumig geschlagen. Im Anschluss haben wir, in einer seperaten Schüssel, das restliche Eiweiß steif geschlagen und unter die Pfannkuchenmasse gehoben. Schon ist der Teig fertig und super lecker!
Wir wünschen euch viel Spaß mit unseren Etiketten – wann auch immer ihr sie benutzt - und hoffen ihr habt einen schönen romantischen Sonntag. War da was? ;)

Donnerstag, 11. Februar 2016

DIY: Objektiv-Tasche

Endlich melden wir uns zurück aus unserer opulenten Winter-/ Karnevalspause. Standesgemäß haben wir, wie in jedem Jahr, die 5. Jahreszeit ausgiebig gefeiert und uns zuvor gefühlt einen Monat lang mit der Anfertigung unserer Karnevalskostüme beschäftigt – das Basteln anspruchsvoller und aufsehenerregender Kostüme bedarf eben guter Planung und Organisation. :D Für den Fall, dass ihr während der höchsten rheinischen Feiertage ein paar grölenden Früchtchen begegnet seid, dann fühlt euch nachträglich herzlichst gegrüßt. Denn wir haben uns den Kölner Jecken in diesem Jahr als Obstsalat - d.h. Ananas, Erdbeere und Himbeere - präsentiert. Aber nach einem extensiven Karnevalswochenende und vier Tagen Dauerschunkeln, -singen und Alaaf-Johlen ist dann auch bei uns das Maß voll. Wie sah es bei euch aus? Habt ihr Karneval gefeiert? Oder seid ihr eher Karnevalsmuffel und nehmt Reißaus, sobald ihr die ersten Jecken auf der Straße erblickt? 

Jetzt aber das Glitzer-Makeup beiseitegelegt und weiter im Text. Endlich haben wir nun wieder ausreichend Zeit, um uns – leider nur an den Wochenenden – unserem kleinen, feinen Blog und unserer Bastelleidenschaft zu widmen. 

Eine kleine Geschichte vorweg: Uns ist schon bewusst, dass so manch ein professioneller Fotograf seine Hände über den Kopf zusammenschlägt, wenn er unsere semiprofessionellen Fotos betrachtet. Nicht ganz so perfekt ist auch unsere Kameraausrüstung. Kann man bei drei Objektiven schon von einer Ausrüstung sprechen? Oder ist das eher ein Witz? Egal. So dilettantisch unser Equipment ist, so knuffig-süß dürfen auch die Objektivtaschen unserer Kameraobjektive sein. Nix mit high professional! :) Ist das nicht eine herrliche Überleitung zum folgenden Näh-DIY?

Alles was ihr für dieses DIY braucht: ein Maßband, 3 verschiedene Stoffsorten (max. 30 cm von jeder Farbe), einen Knopf, Nähgarn und natürlich eine Nähmaschine oder eine sehr ruhiges Händchen. 
  1. Zunächst einmal haben wir genau Maß genommen und den Umfang des Objektivs (+ 3 cm) auf ein Blatt Papier aufgezeichnet. Als nächstes übertragt ihr die doppelte Länge des Objektivs auf ein weiteres Blatt Papier. Die Breite ist ebenso einmal der Umfang des Objektivs (+ 3 cm). Nun habt ihr einen Kreis und ein Rechteck als Schnittmuster angefertigt. 
  2. Beide Teile schneidet ihr aus und übertragt dieses Muster auf den Stoff. Nun schneidet ihr das Muster mit jeweils 1 cm Nahtzugabe aus dem Stoff heraus. 
  3. Zunächst näht ihr das Rechteck längst zusammen. Danach bringt ihr das Unterteil (den Kreis) an den fertigen Schlauch an. 
  4. Für das Innenfutter widerholt ihr Schritt 2 und 3. Nun habt ihr zwei Säckchen, in die euer Objektiv bestens passen sollte. 
  5. Beide Taschen legt ihr ineinander und vernäht diese am oberen Rand. Wir haben mit einer weiteren Farbe, die wir in unserer Stoffreste-Kiste gefunden haben, einen Saum um die Tasche genäht. Dieser Schritt ist aber überflüssig. Sieht nur schick aus. :) 
  6. Nun haben wir aus einem der beiden Stoffe eine Lasche genäht und an der hinteren Naht mit der Hand fest und sauber angenäht. 
  7. Jetzt nur noch der Knopf dran und ein Knopfloch sticken und schon ist eure Objektivtasche fertig. 
Wir gestehen: Für diese Objektivtasche braucht man schon ein wenig Geschick und erste Schneidereierfahrungen. Wir hoffen unsere Nähanleitung ist für euch selbsterklärend und einfach umzusetzen. Gerne hätten wir euch an dieser Stelle eine perfekte Anleitung an die Hand gegeben, nur leider haben wir die Tasche freestyle und somit komplett ohne Schnittmuster angefertigt. Kinder einer Schneiderin eben. :)

Wir hoffen ihr habt viel Spaß mit eurer neuen Objektivtasche. 
Alles Liebe,